Einerseits gilt die Demission als Beleg dafür, dass man die Wünsche der Wähler „verstanden“ habe, was nicht zuletzt Seehofer vehement fordert. Dem Beispiel aus dem anderen Freistaat will der bayerische Ministerpräsident aber noch nicht folgen, obwohl die Zahl derjenigen Parteifreunde wächst, die ihn dafür so heftig loben würden wie Markus Söder. Der Parteitag, auf dem er sich als CSU-Chef wiederwählen lassen will, wurde nun auf Dezember verschoben, damit er dann erzählen kann, wie viel er Grünen, FDP und CDU abgerungen habe. Selbst in der Merkel-Partei fangen die Jüngeren nun an, von der Notwendigkeit einer Erneuerung an der Spitze zu sprechen. Und das alles soll Tillich nicht bedacht haben?
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 19, 2017 15:00 UTC