Was schwerwiegend ist und was nicht, ist eine sehr subjektive Entscheidung. Während manch ein Arzt Cannabis ganz ablehnt, mag es ein anderer befürworten, dass jemand einen Hanftee trinkt anstatt Tabletten einzunehmen. So mag die Entscheidung, Cannabis zu verschreiben oder nicht, von Arzt zu Arzt anders ausfallen. Und sicher findet sich ein Arzt, der bei zweifelhafter Diagnose - wenn keine Aussicht auf Kostenübernahme durch die Kassen besteht - eben ein Privatrezept ausstellt. Letztlich entscheiden also das Gewissen des Arztes und der Geldbeutel des Patienten darüber, wer legal kiffen darf.
Source: Suddeutsche Zeitung October 08, 2017 16:18 UTC