Anders sollte alles werden, das begann schon mit dem ersten Programm des 2013 unter dem Dach des Carlsen Verlags gegründeten Imprints „Königskinder“. Auch Steinhöfel nutzte offensichtlich die Gunst der Stunde, den Aufbruchselan der neuen Verlagssparte und schrieb ein kühles, verrätseltes, literarisch höchst avanciertes Jugendbuch mit dem Titel „Anders“. Das gelang ausgezeichnet, die Königskinder-Titel wurden häufig ausgezeichnet, von den Kritikern gefeiert und für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. „Fehlende Resonanz aus dem Markt“ nennt die Carlsen-Verlagsleiterin Renate Herre das, und „angesichts der Verkaufszahlen ist eine Fortsetzung der Programmarbeit nicht möglich“. Achtzig Prozent der Bücher aus diesem Bereich werden von Erwachsenen für Kinder und Jugendliche gekauft, heißt es.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung September 30, 2017 12:22 UTC