Nach den Vorfällen in Chemnitz hat Bundestags-Präsident Wolfgang Schäuble zur Gewaltfreiheit aufgerufen und gleichzeitig dazu gemahnt, die Sorgen der Bürger auch angesichts der Flüchtlingszuwanderung ernst zu nehmen. AnzeigeBundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat angesichts rechtsextremer Proteste in Chemnitz und anderswo einen starken und handlungsfähigen Rechtsstaat gefordert – gleichzeitig aber auch Verständnis für die Sorgen der Bürger geäußert. Schäuble verurteilte Gewalt und Aufforderungen dazu und appellierte an friedlichen Protest: „Die Gewaltfreiheit steht über allen Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten.“AnzeigeDer Parlamentspräsident äußerte sich besorgt über die Situation im Land. Schäuble: „Ereignisse in Chemnitz zwingen uns zu unterscheiden“Dabei bezog sich Schäuble konkret auf Chemnitz, wo es nach der Tötung eines 35-Jährigen mehrfach Kundgebungen auch rechter Gruppen gegeben hatte, die teilweise in Ausschreitungen mündeten. „Die Ereignisse in Chemnitz zwingen uns zu unterscheiden zwischen unentschuldbaren Gewaltexzessen und den Sorgen, die viele Bürger umtreiben“, sagte er.
Source: Die Welt September 11, 2018 09:52 UTC