Christian Drosten, Chefvirologe der Berliner Charité, sieht die Nutzung von Bewegungsdaten als hilfreich an, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. „Aus wissenschaftlicher Sicht ist das absolut erfolgversprechend“, sagt Drosten in seinem täglichen NDR-Podcast vom Dienstag. In Deutschland gibt es derzeit eine politische Debatte darüber, ob Handydaten genutzt werden sollten, um Kontakte Infizierter zu identifizieren. Über Sendezellenortung oder Bluetooth-Daten könne man ermitteln, mit welchen Personen eine infizierte Person während der Inkubationszeit Kontakt hatte, sagt Drosten. „Als aufgeschlossener Bürger würde ich das für mich sofort freischalten und würde das als Verbesserung der Situation erleben“, sagt Drosten.
Source: Der Tagesspiegel March 31, 2020 20:59 UTC