Das Coronavirus trifft schon die industrialisierte Welt mit voller Wucht, in den Entwicklungsländern aber droht eine humanitäre Katastrophe. Die ärmsten Länder sind nicht für die Krise gewappnet, weder deren Gesundheitswesen noch deren Volkswirtschaften. Mit dem Ziel, das Geld sicher anzulegen, sind nach Angaben des Währungsfonds 90 Milliarden Dollar aus den Schwellen- und Entwicklungsländern transferiert worden. Darin müsse ein Schuldenerlass für die ärmsten Länder enthalten sein, forderte Müller und versprach, dass auch Deutschland seine entwicklungspolitischen Anstrengungen verstärken werde. Frankreich befürwortet den Vorschlag, den Entwicklungsländern beim Internationalen Währungsfonds neue Sonderziehungsrechte in Höhe von 500 Milliarden Dollar sowie neue Möglichkeiten für Swap-Geschäfte einzuräumen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 05, 2020 16:41 UTC