Wer in der Corona-Krise kein Home-Office machen kann, muss oft die Arbeitszeit reduzieren, um die Kinder zu betreuen. In der menschlichen Geschichte haben Seuchen und Kriege meist die Ungleichheit reduziert, so der Verteilungsforscher Christoph Butterwegge. So erlitten 45 Prozent der Haushalte Einbußen, die sowieso nur ein Nettoeinkommen von bis zu 1500 Euro im Monat haben. Deutschland überstehe die Pandemie nur ohne tiefe gesellschaftliche Risse, wenn der Staat zusätzliche Maßnahmen ergreife, um die Einkommen zu erhöhen. Weil Wenigverdiener Einbußen durch Kurzarbeit schlechter verkraften, solle es ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro im Monat geben.
Source: Suddeutsche Zeitung November 19, 2020 10:07 UTC