Marco Di Giovanni, 44 Jahre alt, betreibt gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder drei Kleiderläden in Palermo. Wegen der von der Regierung in Rom zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verfügten Schließung aller „nicht lebensnotwendigen“ Geschäfte hat er seit knapp drei Wochen keinerlei Einnahmen – und noch zwanzig Euro in der Tasche. Er weiß nicht, wovon er Lebensmittel für sich, seine Frau und die beiden zehn und 13 Jahre alten Töchter kaufen soll. Sein Girokonto ist um gut hundert Euro überzogen, seit die Bank die Kreditrate für März in Höhe von 1950 Euro abgebucht hat. Dass dessen Geschichte kein Einzelfall ist, weiß auch die Regierung in Rom.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung April 01, 2020 18:00 UTC