Dem Kronzeugen im ersten Cum-Ex-Prozess geht es ähnlich, wenn er über die Hochzeiten der umstrittenen Aktiengeschäfte vor mehr als einem Jahrzehnt zurückdenkt. Stockwerk eines Hochhauses in der Bankenmetropole Frankfurt habe er damals gestanden und auf die Menschen weit unter ihm geschaut. „Die da unten“ – ein Gefühl von geistiger Überlegenheit habe ihn erfasst, berichtet der Wirtschaftsanwalt am Dienstagmorgen im Sitzungssaal des Landgerichts Bonn. Dort traf er auf den Mann, der sein Leben entscheidend verändert sollte: Hanno Berger, den damals gefragtesten Steueranwalt in Deutschland. Als nicht unüblich bezeichnete S. diesen Vorgang und widersprach vehement der Aussage, wonach Berger in Deutschland der „Erfinder“ von Cum-Ex sei.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 29, 2019 20:37 UTC