Wer immer von den Möglichkeiten der Kriegsführung mit digitalen Mitteln erzählt, muss sein Gegenüber von der Tragweite und Durchschlagskraft eines neuen Waffentyps überzeugen. Folgen:„Zero Days“ rekonstruiert die Geschichte eines beeindruckenden Angriffs, der zum Ende des Films doch nur als „Hobby-Aktion“ im Vergleich zu späteren Attacken und Waffen bezeichnet wird, die Amerika seitdem entwickelt hat. „Zero Day“ bezeichnet in der Sprache der Fachleute für Computersicherheit Fehler in Programmen und Lücken in Systemen, die bislang unentdeckt und daher unbeseitigt sind. Dabei war er, wie „Zero Days“ enthüllt, unter dem Projektnamen „Olympic Games“ eine Kooperation von CIA, NSA und Cyber Command, einer geheimdienstlichen Einheit, die nicht für die Aufklärung und Abwehr, sondern für den Angriff im aufkommenden Cyberwar zuständig ist. Februar auf der Berlinale mit dem Regisseur Alex Gibney und dem „Haaretz“-Korrespondenten Yossi Melman vorgestellt, der zusammen mit einer Handvoll Geheimdienstlern und Sicherheitsexperten ebenfalls im Film zu Wort kommt.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung August 30, 2016 10:41 UTC