Sie fanden heraus, dass es 580 000 geeignete Mehrfamilienhäuser gibt, die zwischen 1950 und 1990 gebaut wurden und die in Gegenden mit einem angespannten Wohnungsmarkt stehen. Diese ließen sich um eine oder zwei Etagen aufstocken, und es entstünden 1,12 Millionen neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von 85 Quadratmetern. "Würde man Dachaufstockungen nicht wie Neubauten, sondern stattdessen als genehmigungspflichtige Bestandsmaßnahmen bewerten, könnten Dachaufstockungen durch Beibehaltung des Bestandsschutzes erheblich vereinfacht werden", schreiben die Research-Experten. Und weil die Herstellungskosten hoch seien und sich die Investitionen lohnen müssten, erfolgten diese überwiegend im Rahmen umfassender Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen. Doch wenn Faktoren wie Flächenverbrauch, kompakteres Bauen und die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur mit in die Berechnungen einfließen, bietet die Aufstockung noch einiges Potenzial für den Wohnungsbau.
Source: Suddeutsche Zeitung March 22, 2018 18:06 UTC