Mahmoud ist vor dem Krieg in Syrien geflohen – jedoch nicht nach Europa, sondern nach Ghana. Mahmoud verlässt sein Haus, wischt sich den Schweiß von der Halbglatze und öffnet sein Auto. „Das ist eine Einbahnstraße, da steht ein riesiges Schild!“ Er versteht das nicht: „So eine einfache Regel.“ Mahmoud versteht vieles hier nicht. Wie jeden Morgen parkt Mahmoud sein Auto um Punkt acht Uhr vor seinem Geschäft: „Cell 4 Sell“, mitten in Accra, der Hauptstadt Ghanas. „Er ist ein unerträglicher Perfektionist“, sagt Mahmoud und erzählt, wie sein Vater einmal den Auftrag bekam, eine antike Tür am Präsidentenpalast zu restaurieren.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung June 23, 2019 12:45 UTC