Die von der neuen Bundesregierung geplante Ablösung von Staatsleistungen an die Kirchen birgt nach Ansicht des früheren Bundesinnenministers Thomas de Maiziere sowohl Chancen als auch Risiken. Über das gesamte Verhältnis zwischen Staat und Kirche werde neu diskutiert werden, sagte der CDU-Politiker und heutige Kirchentagspräsident im Interview des Bonner General-Anzeigers (Dienstag). Aus einem „getrennten Miteinander“ von Staat und Kirche sollte jedoch kein „getrenntes Gegeneinander“ werden. Laut Koalitionsvertrag wollen SPD, Grüne und FDP „einen fairen Rahmen für die Ablösung der Staatsleistungen“ schaffen. Die Entscheidung für de Maiziere zum Präsidenten kritisierte unter anderem der Vorsitzende des Vereins „matteo – Kirche und Asyl“, Stephan Reichel.
Source: Neues Deutschland December 28, 2021 12:33 UTC