Auch Hussein, der mit seiner Familie 2012 aus Aleppo floh, erzählt mit stockender Stimme: Seine krebskranke Frau blieb mit den zwei Söhnen im kurdischen Teil Syriens. Und der 28-jährige Software-Entwickler Mahmoud, seit Ende 2015 hier, hat in Rekordzeit Deutsch gelernt und schon nach einem Jahr eine Vollzeitstelle in einem Braunschweiger IT-Unternehmen bekommen. Doch die Sorge um seine Frau Rana, die in Syrien geblieben ist, hält ihn immer häufiger ab, sich auf die Arbeit zu konzentrieren. Da kein Ende des Kriegs in Syrien absehbar sei, laufe es für sie „praktisch auf den Daueraufenthalt“ hinaus. „Fünfzehn Flieger nach Athen und zurück und das Problem ist gelöst.“
Source: Der Tagesspiegel November 16, 2017 06:56 UTC