Damit sei eine „neue Ära der Hirnforschung“ erreicht worden, sagte Pawel Swieboda, Direktor des „Human Brain Project“ und Gründungsgeschäftsführer von „ebrains“ am Samstag in seiner Eröffnungsrede zum „Future Medicine Science Match“. So seien etwa die Peta-Byte von Daten ohne KI nicht zu bewältigen, die anfallen, wenn Forscher wie Swieboda den Hirnzellen bei der Arbeit zuschauen. Man könne inzwischen tausende Neuronen, deren Verknüpfungen bekannt sind, dabei beobachtenen, wie sich ihre Aktivität verändert, während sie ein bestimmtes Verhalten steuern oder beeinflussen. „Wir können jetzt untersuchen, wie die verschiedenen Bereiche des Gehirns zur Gedächtnisbildung, zum Planen, zum Denken beitragen“, sagte Swieboda. „Besonders stolz“ sei er auf den „virutellen Epilepsie-Patienten“, ein individuelles Modell des Gehirns eines Patienten mit der oft sehr unterschiedlich ausgeprägten Funktionsstörung.
Source: Der Tagesspiegel November 08, 2020 15:11 UTC