Die Garderobe des Travestie-Clubs Turma OK lässt nichts von dem Glamour und den Transformationen erahnen, die hier am Wochenende stattfinden. Sie treten auf der kleinen Bühne des Ladens auf, der für sich in Anspruch nimmt, der älteste Club dieser Art auf der Welt zu sein. Besonders faszinierend sind die hinter den Kulissen aufgenommenen Bilder, auf denen die Männer konzentriert ihre Körper herrichten und gar nicht auf die fotografierende Zuschauerin zu achten scheinen. Die Porträtaufnahmen, für die sich die Diven gern mal in Pose werfen, spiegeln ihren Stolz – und die Campness der klassischen Travestiekunst. Doch dass sie das nun schon seit über einem halben Jahrhundert tun, ist ein unbestreitbarer Verdienst um die Stärkung der queeren Community.
Source: Der Tagesspiegel November 20, 2017 11:26 UTC