Der Deutsche Ethikrat hat Vorbehalte gegen Designer-Babys und dennoch das Tor für Keimbahn-Eingriffe weit geöffnet. In seiner Stellungnahme erklärt er, warum das Land sich dafür auch der Forschung an Embryonen öffnen sollte. Wie wollte der Rat dies auch rechtfertigen vor denen, in deren Auftrag er seine Stellungnahme „Eingriffe in die menschliche Keimbahn“ formuliert hat? Was so natürlich nicht stimmt: Das prinzipielle Recht auf Geneingriffe in Keimzellen oder Embryonen hat dieser Ethikrat nämlich im Gegenteil in einer noch nie so ausführlich dargelegten Schrift mit Verve in Anschlag gebracht. An diesen Schubladen hat sich der Ethikrat mit seiner Stellungnahme nun nachhaltig zu schaffen gemacht.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 12, 2019 07:18 UTC