Heute hingegen spart das Unternehmen selbst beim Büromaterial, und hochrangige Politiker besuchen den Konzern allenfalls noch für ein Krisengespräch. Es zeigt sich sehr deutlich: Die Tage, in denen Thyssen-Krupp zu den Schwergewichten der deutschen Industrielandschaft zählte, sind vorbei. Selbst wenn es gelingt, beide Geschäfte unter dem Dach von Thyssen-Krupp zu stabilisieren – organisches Wachstum ist in den kommenden Jahren erst einmal in keinem Fall zu erwarten. Doch selbst im günstigsten Fall wird Thyssen-Krupp wegen der ungewissen Zukunft der europäischen Stahlproduktion wohl nie zu alter Stärke zurückfinden. Mehr: Thyssen-Krupp steht vor einem der größten Umbrüche seiner Geschichte: Bei der Holding wird drastisch gespart, zwei Sparten werden aufgelöst.
Source: Handelsblatt October 08, 2019 13:18 UTC