Was für eine Zeit, die du dir da ausgesucht hast: Das Museum Brandhorst stellt das starke Frühwerk und die neue High-End-Kunst des Post-Internetlers Seth Price aus. Die Klickzahlen sind erstaunlich für einen Pionier der Post-Internet-Art, als welcher Seth Price gehandelt wird. 639 Aufrufe bei Youtube für das Video mit dem eigentümlichen Titel „Lookin’ Bak“ von 2001, gerade mal 202 für das abstrakt wabernde „Glaubensbekenntnis“ („Auto Da Fe“, 2000). Wenn Price seitdem Fundstücke aus dem Internet zusammenmontiert und mit einem Retro-Sound aus eigener Produktion unterlegt, bedient er sich bevorzugt bei Minimal und Techno, Ambient und Hiphop. So arbeitete er sich in die digitale Bildverarbeitung ein, produzierte eigene Filme, die er im Abendprogramm des Museum of Modern Art vorstellte, und entschied sich, Künstler zu werden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 20, 2017 12:56 UTC