Von 1973 bis 1990 musste Amerika auf einen neuen Roman von Thomas Pynchon warten. Folgen:Dass er an diesem Montag seinen achtzigsten Geburtstag begeht, ist eine der wenigen Gewissheiten, die wir über diesen Autor haben. Pynchon hat seine Gründe für diese radikale Verweigerungshaltung konsequenterweise nie mitgeteilt, aber sie hat ihn weltweit nur noch interessanter gemacht, als er es durch seine Bücher ohnehin wäre. Und der Pulitzerpreis wurde ihm gegen das Votum der Jury vorenthalten, weil sein Buch dem Pulitzerpreis-Vorstand als zu konfus und obszön erschien. Als der Roman 1997 nach fast einem Vierteljahrhundert erschien, bot er moderne Figuren im Prosakostüm einer Gründungserzählung der Vereinigten Staaten.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 08, 2017 14:37 UTC