Mit einem Schreiben wendet sich der designierte Chefredakteur an seine Mitarbeiter. Gut eine Woche nach Bekanntwerden des Fälschungsskandals um einen ehemaligen „Spiegel“-Reporter legt das Magazin die Verträge von zwei Führungskräften zunächst auf Eis. Das kündigte der designierte Chefredakteur Steffen Klusmann in einem Schreiben an die Mitarbeiter an, wie eine Spiegel-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend bestätigte. „Der eine hat Claas Relotius für den Spiegel entdeckt, der andere hat ihn fest angestellt und bis zuletzt geführt.“Er wolle den Fall Relotius hier nicht leichtfertig abtun, schreibt Klusmann. Von Relotius waren dem Magazin zufolge seit 2011 knapp 60 Texte im Heft und bei „Spiegel Online“ erschienen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung December 28, 2018 20:48 UTC