Die Deutsche Börse geht im Ringen um die Verrechnung außerbörslicher Zinsswap-Geschäfte in die Offensive. Die Deutsche Börse hat sich nun entschlossen, nicht auf Entscheidungen der Regulatoren zu warten, sondern den Banken aktiv Anreize zu setzen, um diesen nach dem Währungshandel volumenstärksten Markt nach Frankfurt zu verlagern. Das Partnerschaftsprogramm hat die Deutsche Börse nach Informationen dieser Zeitung nicht im stillen Kämmerlein erdacht, sondern mit großen und relevanten Marktteilnehmern zusammen entwickelt. Zwar registriert die Deutsche Börse seit der Brexit-Entscheidung ein regeres Interesse von Banken und Kapitalanlagegesellschaften an einem Clearing in Frankfurt. Die Fusion der Deutschen Börse mit der LSE hatte als einen Beweggrund auch die Zusammenführung der beiden großen Clearinghäuser.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 09, 2017 03:56 UTC