In dem Verfahren sollte die Frage beantwortet werden, ob das Münchener Landgericht die Ex-Bankchefs Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen 2016 zu Recht vom Vorwurf des Prozessbetrugs freisprach. Die Staatsanwaltschaft München war überzeugt davon, dass die drei Topmanager in einem Zivilprozess vor Gericht gelogen hatten, um der Bank Schadensersatzzahlungen zu ersparen. Der Vorsitzende Richter Rolf Raum wischte die Revision bei der Urteilsverkündung in wenigen Minuten vom Tisch. Aus seiner Sicht lag nicht einmal ein „erheblicher Verdacht“ dafür vor, dass Breuer, Ackermann und Fitschen gelogen hätten. Daraufhin einigte sich die Deutsche Bank Anfang 2014 mit den Kirch-Erben auf einen Vergleich, der sie 925 Millionen Euro kostete.
Source: Handelsblatt October 31, 2019 09:09 UTC