Das Bundesinnenministerium hat für gut 2600 Menschenrechtler, Künstler, Wissenschaftler, Journalisten und andere potenziell gefährdete Menschen aus Afghanistan Aufenthaltszusagen erteilt. Das bedeutet, dass diese Menschen sowie ihre Lebenspartner und Kinder einen Aufenthaltstitel für Deutschland erhalten, also kein Asyl beantragen müssen. Der größere Teil dieser Menschen befinde sich derzeit noch nicht in Deutschland, erklärte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr. Nach der Machtübernahme der Taliban im August waren mit Evakuierungsflügen der Bundeswehr nach Angaben der Bundesregierung 4587 Menschen nach Deutschland gekommen, davon 3849 Afghanen und 403 deutsche Staatsangehörige. Nach dem Ende der Luftbrücke Ende August kamen noch einige Hundert Afghanen auf anderem Wege nach Deutschland - etwa über das Golfemirat Katar.
Source: Suddeutsche Zeitung September 15, 2021 13:41 UTC