Mit ihren dunklen Erfahrungen, die sie in geheimnisvoller Sprache zu Papier brachte, wurde die Wienerin zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der Nachkriegsliteratur. Besonders gezeichnet hat die Lyrikerin mit jüdischen Wurzeln die Zeit des Zweiten Weltkriegs in Wien. „Der Krieg war meine glücklichste Zeit“, sagte Aichinger einmal der Wochenzeitung „Die Zeit“. Auf die Tiefe und die Intensität der Dinge richtet sie ihre Aufmerksamkeit und schafft dabei Bilder von poetischer Dichte und gleichzeitig analytischer Schärfe. Ich hätte es bestimmt abgelehnt“, sagte sie der „Zeit“.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 11, 2016 16:41 UTC