Erschütterte Reporter, Augenzeugenberichte, schreckliche Handyvideos: Einmal mehr muss sich die amerikanische Nation eine Massenschießerei vergegenwärtigen, einmal mehr ringen Politiker um die richtigen Worte, einmal mehr müssen die Medien einen Umgang damit finden. Nach den leider zahlreichen vorangegangenen Massakern ertönte auf der einen Seite der Ruf nach schärferen Waffengesetzen, auf der anderen Seite nach mehr bewaffneten Bürgern. Vielleicht auch deshalb gerät die Debatte im direkten Nachhall von Las Vegas etwas anders. Neben die Forderung, Zugang zu Waffen zu erschweren, müsse die Diskussion über die Erforschung von Massenmorden, bessere Zugriffsmöglichkeiten der Polizei und die schlechte Versorgung von psychisch Kranken treten. Allerdings wies Kristof auch darauf hin, dass Massaker wie das von Las Vegas „Anomalien“ seien – die meisten Toten gebe es durch Morde und Suizide.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung October 03, 2017 18:13 UTC