Vor knapp zwei Jahren gab der Gesundheitskonzern Fresenius den Einstieg in den vielversprechenden Markt der Biotech-Nachfolgeprodukte, sogenannte Biosimilars, bekannt – mit dem Kauf des entsprechenden Portfolios von Merck Darmstadt. Für Fresenius, das bereits auf kompliziert herzustellende Generika spezialisiert ist, ein strategisch richtiger Schritt, versprechen doch die Patentabläufe der großen Biotechprodukte milliardenschwere Wachstumsmärkte für Generika. Heute muss sich Fresenius aber ernsthaft fragen, ob das Unternehmen nicht zu spät in den Markt eingestiegen ist. Das liegt zum einen an dem hohen Preisnachlass von fast 40 Prozent gegenüber dem Original, den die Anbieter der Nachfolgeprodukte bieten. Oder Fresenius muss mit einem noch größeren Preisnachlass als die Wettbewerber in den Markt gehen.
Source: Handelsblatt February 20, 2019 14:08 UTC