Zum anderen spiegelt sich in dem Papier die wilde Entschlossenheit der CSU, die sich zwar auch, aber nicht ausschließlich aus der für sie noch wichtigeren Landtagswahl 2018 speist. Die CSU hat die Antwort für sich längst gefunden: Sie versteht sich als Gralshüterin eines "Mitte-rechts-Kurses", den Parteichef Horst Seehofer propagiert. Einen Putsch wie bei Edmund Stoiber will niemand in der CSU, das Trauma der verlorenen Alleinregierung 2008 wirkt bis heute nach. Schließlich habe die Union nicht nur an die AfD, sondern auch an die FDP verloren. Wie eine Drohung liest sich sogar die Einleitung: "Die Union war nie nur ein Kanzlerwahlverein."
Source: Suddeutsche Zeitung October 08, 2017 16:49 UTC