In ihrem Buch „Die Sprache des Donald Trump“ nimmt sich Bérengère Viennot den amerikanischen Präsidenten vor. Angesichts der Grobheit seines Gegenstandes ist dieses Buch über Trumps Sprache trotz seiner Empörungsgeste erstaunlich zahnlos. Mit ihrer Empörung über Trump, gegen die ja nichts zu sagen wäre, wenn sie denn zumindest ansatzweise neu wäre, verfehlt Viennot jedoch den Kern von dessen Gefährlichkeit. Nur ist sie bei Trump unter seinen zahlreichen Übertreibungen und „Vielzweckwörtern“ („bad things“) nicht erschöpfend auf der semantischen, also der Bedeutungs-Ebene zu fassen. Alles wird der pragmatischen Ebene untergeordnetDer Kontext ist der Schlüssel zu Trumps Sprache.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung November 13, 2019 13:11 UTC