Die Politik hat ihre Möglichkeiten ausgereizt, zur wirtschaftlichen Einheit Deutschlands beizutragen. Nötig ist jetzt die klare Ansage, dass die Menschen in einer Marktwirtschaft und Demokratie nicht alles vom Staat erhoffen dürfen. Es gilt, den restlichen wirtschaftlichen Rückstand und die im Schnitt immer noch etwas höhere Arbeitslosigkeit nicht zu beschönigen, aber auch klar zu sagen, dass sich die Unterschiede mit Geld nicht weiter „wegfördern“ lassen. Das Sozialsystem ist im Osten so gut wie im Westen, gegen Bevölkerungsschwund und Alterung kann die Politik wenig ausrichten. Nötig ist die klare Ansage, dass die Menschen in einer Marktwirtschaft und Demokratie nicht alles vom Staat erhoffen dürfen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung September 27, 2018 06:11 UTC