AnzeigeAnders als häufig behauptet, handelt es sich bei den in Italien Ankommenden mehrheitlich nicht um Flüchtlinge. Hauptherkunftsstaaten von Bootsmigranten im Januar waren laut italienischem Innenministerium Algerien, Elfenbeinküste und Bangladesch. Bemerkenswerterweise spielen Libyer im Januar wie auch im vergangenen Jahr keine Rolle, sie sind nicht einmal unter den zehn häufigsten Nationalitäten und laufen unter „Sonstige“ auf der italienischen Liste der Bootsmigranten. Den Ministeriumsdaten aus Rom zufolge legen übrigens bei Weitem nicht alle dort ankommenden Bootsmigranten in Libyen ab. Fachleute halten diese Maßnahme für eher symbolisch, weil auch solche Bootsmigranten, die an den Barrieren aufgehalten werden, von der griechischen Küstenwache laut geltendem Recht an Land gebracht werden müssen.
Source: Die Welt February 03, 2020 10:52 UTC