Er erklärte, der 1998 zwischen Senat und BerlinOnline für das Stadtportal „berlin.de“ geschlossene Vertrag sei gekündigt worden, weil das Land künftig „direkte Eingriffs- und Zugriffsmöglichkeiten“ wahrnehmen wolle. Müller sprach von einer „Zukunftsentscheidung“ und betonte, die „jetzigen Diskussionen", ausgelöst durch ein Interview des neuen BerlinOnline-Mehrheitseigners Holger Friedrich, hätten dabei keine Rolle gespielt. In dessen Richtung erklärte Müller: „Irgendeine Form von Datenweitergabe war nie unserer Ansatz.“ Ziel sei es, ab 2022 „einen eigenen Auftritt“ zu organisieren. Friedrich hatte erst im September den Berliner Verlag und damit die Zeitungstitel „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ sowie die Mehrheit an BerlinOnline gekauft. Holger Friedrich hatte erst im September den Berliner Verlag und die Mehrheit an BerlinOnline gekauft.
Source: Der Tagesspiegel November 19, 2019 17:48 UTC