Als Donald Trump vor wenigen Wochen seine ersten hundert Tage im Amt komplettierte, präsentierten viele amerikanische Tageszeitungen und Faktencheck-Portale erstaunliche Zahlen. Nur an zehn von hundert Tagen habe Trump keine falschen oder irreführenden Aussagen von sich gegeben. Mehr zum ThemaMan muss diese Vorgeschichte im Hinterkopf haben, wenn man die aktuelle Debatte über angeblich von Trump an Russland ausgeplauderte Top-Secret-Informationen eines befreundeten Geheimdiensts oder die mögliche Behinderung von FBI-Ermittlungen analysiert. Dass der frühere General die entsprechenden Berichte vieler Medien als „falsch“ und die Vorgehensweise des Präsidenten als „völlig angemessen“ bezeichnete, heißt nicht, dass der Großteil der Öffentlichkeit das auch glaubt. Derweil versucht Trump offenbar, die Schuld für die schlechten Schlagzeilen auf seine Mitarbeiter abzuwälzen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 17, 2017 06:32 UTC