Etwa 1000 ausgefallene Flüge und 140.000 im vorweihnachtlichen Verkehr gestrandete Passagiere: Die Sperrung des Londoner Flughafens Gatwick wegen Drohnensichtungen vom Abend des 19. bis zum Morgen des 21. Dezembers hat das logistische Chaos und die kommerziellen Schäden schmerzhaft vor Augen geführt, die sich im Zeitalter der Drohnen mit relativ einfachen Mitteln und ausreichend bösem Willen anrichten lassen. Über die Motive der bislang nicht gefassten Täter kann nur spekuliert werden, möglicherweise handelt es sich um radikale Umweltaktivisten. Da Drohnen zu klein sind, um vom Radar der Fluglotsen erkannt zu werden, schlagen die Piloten selbst Alarm, wenn sie bei Start oder Landung einen Fremdkörper im eigentlich geschützten Luftraum der Flughäfen entdecken. Bei den bislang drei weltweit bestätigten Kollisionen von Drohnen (mit einem Kleinflugzeug, einem Hubschrauber und einem Heißluftballon) kam es zwar nie zu nennenswerten Schäden.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung December 30, 2018 19:22 UTC