Auf den Spuren des Autors Joseph Conrad ist der Fotograf André Lützen über den Kongofluss gefahren. Zu sehr hat der Fluss die Landschaft in den vergangenen 138 Jahren verändert. Geblieben ist allerdings die Bedrohlichkeit, die der Fluss mit jedem Wellenschlag ausstrahlt. Auf einem Patrouillenboot der UN hat Lützen den Fluss zweimal befahren, und es scheint nur wenige im wahrsten Sinne lichte Momente gegeben zu haben. Es sind vor allem Nachtbilder, die einem hier begegnen, schwach beleuchtete Passagierschiffe, Hütten, die der Scheinwerferkegel des Patrouillenbootes aus dem Dschungel fischt, der undurchdringliche Dschungel selbst in seinem schmutzigen Grün.
Source: Suddeutsche Zeitung March 26, 2018 20:03 UTC