Inzwischen gilt für die nächsten zwei Jahre eine Übergangsphase, die neuen Regeln werden erst ab 2023 in Kraft treten. Streitpunkt bleiben die sogenannten Öko-Regelungen (Eco-Schemes) in der ersten Säule, also den Direktzahlungen, die bisher allein an die Fläche gekoppelt sind. »Die Maximalforderungen zur ausschließlichen Umweltorientierung der GAP würden eine gefährliche Renationalisierung der EU-Agrarpolitik bedeuten.«Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft dagegen kritisierte Klöckners Vorgehen. Sollte Klöckner im EU-Rat einen ähnlichen Kompromiss vorschlagen, bliebe der überwiegende Teil der Direktzahlungen auch in der kommenden Förderperiode allein an die Fläche gekoppelt. Allerdings erwartet der EU-Rat von der Kommission zunächst eine Folgenabschätzung, bevor diese Vision einer nachhaltigen Landwirtschaft umgesetzt wird.
Source: Neues Deutschland October 20, 2020 15:11 UTC