Ein zentraler Teil der Ausstellung im DHM widmet sich der ersten Documenta 1955 in dem noch deutlich vom Krieg gezeichneten Kassel. Das ausschließlich männliche Leitungspersonal bestand damals fast zur Hälfte (zehn von 21) aus ehemaligen Mitgliedern von NSDAP, SA oder SS. Jahrhunderts« geplante Ausstellung, im Faschismus Berufsverbot hatte und seine Kunst als »entartet« eingestuft worden war, war der »Spiritus Rector« Werner Haftmann seit 1937 NSDAP-Mitglied. Sowohl die Eröffnungsrede wie auch der Katalogbeitrag von Werner Haftmann zur ersten Schau enthielten eine gleichlautende Passage. Bei der D 3 dominierte dann die Pop Art, die zu einem beachtlichen Teil die kapitalistische Warenwelt zelebrierte.
Source: Junge Welt July 22, 2021 17:32 UTC