Es ist aber nicht absehbar, wie mit zwei Dritteln der Lehrkräfte die doppelte Anzahl von Klassen gestemmt werden soll. An der einen Schule heißt es, jeder Regelverstoß werde mit einem Schulverweis geahndet, was einer rechtlichen Prüfung niemals standhalten würde. Was stattfinden muss, ist aus meiner Sicht aber eine Betreuung in den Schulen. Es kann aber nicht sein, dass in der jetzigen Situation eine solche Pflicht und nicht nur ein Recht zur Betreuung oder Beschulung vor Ort besteht. Sollte man sich stattdessen nicht auf eine Betreuung bis zu den Sommerferien konzentrieren und mit Hochdruck daran arbeiten, wenigstens für das nächste Schuljahr vernünftige Konzepte zu erstellen?
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 06, 2020 13:18 UTC