Von Peter Münch , WienÖsterreich kommt nicht zur Ruhe, seit ein Liederbuch der rechten Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt einen braunen Schatten aus der Vergangenheit auf die aktuelle Politik geworfen hat. Im Zentrum der Affäre steht schließlich der FPÖ-Politiker Udo Landbauer, Spitzenkandidat seiner Partei bei der Landtagswahl in Niederösterreich am vergangenen Wochenende und Vize-Vorsitzender der Germania. Auf Aufklärung hat von Beginn an die SPÖ gedrungen, auf deren Initiative am Dienstagabend auch der Nationale Sicherheitsrat zusammengetreten war. Der niederösterreichische Parteigänger, der als Illustrator des Germania-Liederbuchs identifiziert wurde und in St. Pölten ein hoher Magistratsbeamter gewesen sein soll, wurde sofort aus der Partei ausgeschlossen. Als ob das allein nicht genug wäre, musste sogleich noch ein zweiter Parteifunktionär aus Niederösterreich aus der Partei geworfen werden.
Source: Suddeutsche Zeitung January 31, 2018 17:56 UTC