Große, bedeutende, eben politische Fragen bearbeiteten dagegen diejenigen, so legt es der Umkehrschluss nahe, die die eigene Arbeit einer Qualitätsprüfung entziehen, nicht in englischsprachigen Fachzeitschriften veröffentlichen und die keine Drittmittel einwerben. Im Idealfall bilden wissenschaftliche Erkenntnisse, die vorab durch ein zugegeben kritisches Fachpublikum geprüft worden sind, die Grundlage von Politikberatung oder öffentlichen Äußerungen. Falls sich die politischen Universalgelehrten, die sich wahllos zu allem äußern, wozu sie gefragt werden, auf dem Rückzug befinden, wäre das dagegen nur zu begrüßen. Auch bevor öffentliche Mittel für ein Forschungsprojekt bewilligt werden, muss geprüft werden, ob sich die Ausgabe lohnen wird. Meistens bekommen wir Rückmeldungen, die hilfreich sind und durch die wir etwas lernen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 17, 2017 08:15 UTC