Geklagt hatten eine Bewerberin aus Schleswig-Holstein und ein Bewerber aus Hamburg, die mit Abinoten von 2,0 und 2,6 trotz längerer Wartezeit und Zusatzausbildung im Gesundheitssektor nicht zugelassen worden waren. Im Verlauf der Verhandlung wurde immer deutlicher: Der Senat wird das derzeitige Vergabeverfahren detailliert unter die Lupe nehmen. "Die Studienabbrecherraten steigen, je älter die Bewerber werden", bestätigte auch Isabel Molwitz von der Bundesvertretung der Medizinstudierenden. Darf man die Auswahl der Studenten den Hochschulen überlassen, fragt KarlsruheDie Diskussion kreiste also um die Frage, wie man die besten Bewerber herausfiltert. Alles verheißungsvolle Ansätze - nur warf der Senat die Frage auf, ob man das den Hochschulen überlassen dürfe.
Source: Suddeutsche Zeitung October 04, 2017 15:04 UTC