Als die Coronavirus-Krise in Berlin richtig beginnt, bin ich gerade am anderen Ende der Welt. Die Welt, in die ich nach zwei Wochen zurückkehre, ist eine andere als die, die ich kannte. Vor allem aber fürchte ich mich vor Social Distancing: kein Mittagessen mit den Kollegen, kein Feierabendbier mit Freunden. Plötzlich kann ich an nichts anderes mehr denken als an soziale Kontakte. Die Gefahr, sich dort mit dem Coronavirus anzustecken, ist höher als bei Alleinlebenden oder Paaren – weil wir alle jung sind, verschiedene soziale Kontakte haben, eine Infektion nicht unbedingt bemerken würden.
Source: Der Tagesspiegel April 03, 2020 17:15 UTC