Als die Nachricht von Neeta Patel, der Art-Direktorin beim „New Yorker“, kam, war Tatjana Prenzel gerade auf dem Sprung zu einem Kurzurlaub nach Luzern. Dass Prenzel, um dieses Werk zu schaffen, auf ihren Wochenendausflug verzichtete, ist nicht verwunderlich: Ein größerer Ritterschlag, als vom legendären „New Yorker“ engagiert zu werden, ist für Illustratoren eigentlich nicht auszudenken. Mit Buntstiften zum ErfolgPrenzels Illustrationen entstehen auf für heutige Verhältnisse regelrecht altmodische Weise: Sie zeichnet mit Buntstiften. Prenzel arbeitet in ihren Zeichnungen mit großen Flächen in intensiven Farben, dennoch kommt sie ganz ohne harte Kontraste aus. Prenzel hat beim „New Yorker“ nie nachgefragt, wie man dort auf sie aufmerksam geworden ist.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung May 04, 2020 18:00 UTC