Würde man komplett auf das Verbrennen fossiler Energieträger verzichten, gäbe es jährlich etwa 3,6 Millionen Todesfälle weniger. Zu diesem Ergebnis kommen Computersimulationen einer internationalen Forschergruppe unter der Leitung von Jos Lelieveld vom Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Fossile Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas machten etwa zwei Drittel der globalen Luftverschmutzung aus, schreibt das Team in der Fachzeitschrift "PNAS". Die winzigen Partikel in der Luft reflektieren Sonnenlicht und sorgen so für eine geringere Erwärmung von Land- und Meeresflächen. Indien bekäme demnach 10 bis 70 Prozent mehr Niederschlag ab, Nordchina 10 bis 30 Prozent, Zentralamerika, Westafrika und die Sahelzone jeweils 10 bis 40 Prozent mehr.
Source: Der Tagesspiegel March 27, 2019 01:41 UTC