Mit der Einladung Recep Tayyip Erdogans zu einem Staatsbesuch gehen die beiden Regierungsparteien ein beträchtliches Risiko ein – und das gleich in dreifacher Hinsicht. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com Stephan-Götz RichterDas zweite hohe Risiko geht die Bundesregierung in der Türkei selbst ein. Zudem hat man im Ausland immer mehr das Gefühl, dass sich die Bundesrepublik gegenüber der Türkei Erdogans unnötig verzwergt. Gerade in einem traditionell vom Verfassungsdenken geprägten Land wie der Bundesrepublik Deutschland sollte dies eigentlich selbstverständlich sein. Wenn sich Deutschland als konstruktiver Freund der Türkei versteht, besteht der Freundschaftsdienst darin, die absolute Notwendigkeit der Einschaltung des IWF zu betonen.
Source: Handelsblatt September 27, 2018 13:52 UTC