Der frivol verzierte Holzstuhl mit Samtbezug ähnelt angeblich Möbeln aus dem verschollenen Erotikzimmer von Zarin Katharina II. Auch in Zeiten, in denen sexuelle Reize allgegenwärtig sind, lockt ihr Name, der Hauch des Anrüchigen, der damit verbunden ist, die Leute. Bei der Auktion am Vortag seien es nur 12 Bieter gewesen, erzählt ein Besucher, der mit seiner Frau gekommen ist. Und immer wieder Witze: „Jetzt kommen wir zu einer Orgiendarstellung – da können Sie noch was lernen, meine Damen und Herren.“ Je besser die Stimmung, desto besser die Preise. Topseller sind unter anderem die Werke von Georg Grosz und zwei Werke des Berliner Künstlers Heinrich Zille.
Source: Der Tagesspiegel January 25, 2020 17:48 UTC