Zu den Pflichten jedes Trainers von Hertha BSC gehört – sofern er nicht Jürgen Klinsmann heißt – die Medienrunde nach der morgendlichen Einheit. „Aber im Moment geht das natürlich nicht – genau wie viele andere Sachen, die sonst normal sind“, sagt Bruno Labbadia. Erst kürzlich, erzählt Labbadia, habe eine Dame vom Berliner Senat beim Training vorbeigeschaut, um sich zu vergewissern, dass alle Auflagen ordnungsgemäß in die Tat umgesetzt werden. Grundsätzlich hat Labbadia in den ersten Einheiten den Eindruck gewonnen, „dass ich hier keine Mannschaft antreffe, die vor Energie und Selbstvertrauen strotzt“. Auf eine Feststellung legt der 54-Jährige dabei ganz besonderen Wert: Dass er jedem Profi das Gefühl geben möchte, gebraucht zu werden.
Source: Der Tagesspiegel April 17, 2020 06:33 UTC