Vom Unfallgeschehen auf Berlins Straßen gibt es nach langer Zeit etwas Gutes zu berichten: Die Zahl der polizeilich registrierten Unfälle sank im vergangenen Jahr – zum ersten Mal seit zwölf Jahren und um fünf Prozent. Sie legen nahe, dass auch die Schwere der Unfälle zurückgegangen ist: 16.847 leicht, schwer oder tödlich Verletzte bedeuten einen Rückgang von 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Anders als in vielen Vorjahren konzentriert sich diese Entwicklung auch nicht nur auf die Autofahrer, deren Fahrzeuge immer sicherer werden: Die Zahl der verunglückten Radfahrer sank gegenüber 2018 um knapp sieben Prozent auf 5250. Ein Problem zeichnet sich bei den erst seit Sommer 2019 zugelassenen E-Scootern ab, die allein 38 Mal in Unfälle mit Radfahrern involviert waren. Moped- und Motorradfahrer verschwanden nur nach fünf solcher Unfälle unerlaubt vom Unfallort, Autofahrer in 401, Radfahrer in 220 Fällen.
Source: Der Tagesspiegel February 24, 2020 06:33 UTC