Er verliert seine Selbstverantwortung, die in der Anonymität der Masse verschwindet, und an die Stelle des Verantwortungsgefühls tritt das Gefühl von Macht und Superiorität. Dies gehe einher mit einem übersteigerten Kraftgefühl, was zur Begehung von Taten führt, die man als Einzelner nicht begehen würde. Ein solcher Aufruf ist abgekoppelt von der örtlichen Gebundenheit, denn man kann ihn aus allen Regionen der Welt verfolgen oder senden. Mehr erfahrenGewalt aus der Menschenmenge herausAnders verhält es sich mit denjenigen Delikten, die ganz ausdrücklich vor der Gefährlichkeit von Menschenmengen schützen sollen. Die massenpsychologischen Erkenntnisse, die aus der Protestnacht zum G-20-Gipfel gezogen werden, sollten jedoch nicht zu einer Mystifizierung der Menschenmenge als unkontrollierbarem, zu einer Einheit verschmolzenem Mob führen.
Source: Frankfurter Allgemeine Zeitung August 25, 2017 10:41 UTC