Googelt man den Namen Senger, kommt erst mal ein Autohaus. Und selbst bei Google News, wo Zeitungstexte aggregiert werden, geht es beim Stichwort Senger um die Angst vor einem „erneuten Wolfsriss: Familie Senger aus Moorhof bangt um ihr Damwild“. So viel dazu, wo in der Aufmerksamkeitsökonomie des Internets die Debatte um die Gründerin einer feministischen Buchhandlung in Berlin-Kreuzberg rangiert, die ein Echo von „taz“ bis „FAZ“ gefunden hat: unter nicht so wichtig. So ist Google nun mal. Ich erwähne das nur, weil Google neben Wikipedia und YouTube die Hauptquelle für zwei Aktivisten darstellt, um die Buchhändlerin Emilia von Senger und ihr vermeintliches Nazierbe in Misskredit zu bringen.
Source: Die Welt March 05, 2021 19:52 UTC